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Auto
des Monats - April 2001
Rolls-Royce Silver Shadow I, 1975, #SRX21961
Der
erste Rolls-Royce der Nachkriegsperiode, den man mit vollem Recht als
Wagen nach modernstem Standard bezeichnen konnte, war der Silver
Shadow I. Der Vorgänger Silver Cloud III hatte
nach ganz alter Tradition noch einen separaten Rahmen, Trommelbremsen und
Starrachse hinten aufgewiesen. Als 1965 der Silver Shadow I erschien,
überzeugte er mit selbsttragender Karosserie, hydropneumatischer
Niveauregulierung, unabhängiger Radaufhängung rundum und Scheibenbremsen
an allen vier Rädern. Viele weitere Elemente hinsichtlich Technik und
Ausstattung, die den Wagen als auf der Höhe der Zeit auswiesen, finden
sich aufgelistet an anderer Stelle auf dieser Website.

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Unverbrüchlich
folgte der Hersteller dem Erfolgsrezept, im Zuge permanenter Entwicklung
sein Produkt zu verfeinern. Zahllose Modifikationen flossen in die Serie
ein, von denen etliche einem gelegentlichen Betrachter gar nicht als
maßgeblich aufgefallen sein mögen. Herausragende Änderungen waren 1968
der Ersatz der alten 4-Gang-Hydramatic durch das GM400 Automatikgetriebe
mit 3 Gängen (das bereits vorher bei Fahrzeugen für bestimmte
Exportmärkte wie z.B. USA eingebaut worden war) und der serienmäßige
Einbau von Klimaanlagen ab 1969. - Klimaanlagen als Extra waren von Anfang
an verfügbar gewesen. Gewiß die wichtigste Neuerung war ab 1970 eine
Hubraumerweiterung von 6,25 auf 6,75 Liter, was zu deutlich gesteigerten
Werten hinsichtlich Drehmoment wie Spitzengeschwindigkeit führte. Weil
inzwischen der Wechsel auf Gürtelreifen erfolgt war, konnte die Kraft
auch problemlos auf die Straße gebracht werden. Die vorher montierten
Diagonalreifen hatten Vorzüge hinsichtlich Laufruhe geboten, ließen
indessen in zügig durcheilten Kurven keinen Zweifel, dass der
Grenzbereich der Haftung erreicht war.
Selbst die
jüngsten Silver Shadow I weisen bald ein Alter von immerhin 25 Jahren
auf. Verblüffenderweise gibt es in Kreisen von Liebhabern selten
Diskussionen darüber, ob die frühen Ausführungen vielleicht weniger
begehrenswert seien als die späteren. Den früheren Modellen wird weder
attestiert, besser noch schlechter zu sein. - Sie sind anders, weil sie
das für die entsprechende Bauperiode maßgebliche technische Niveau
repräsentieren. Es hängt ebenso sehr von der Einstellung eines
Automobilliebhabers ab wie vom vorgesehenen Einsatzzweck, welche Vorzüge
von besonderem Gewicht sind. Zu einem ‚Klassiker' im wahren Sinn des
Wortes ist mittlerweile auch der erste moderne Rolls-Royce der
Nachkriegszeit gereift.

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