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Die "Autos des Monats"
Mehr über Rolls-Royce
in diesen Büchern:

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Auto des Monats - April 2009
Rolls-Royce Silver Spur III, 1994, #RCX54580

Rolls-Royce wiederholte oft und gern die in der unmittelbaren Nachkriegszeit
vom damaligen Vorstandschef Lord Hives auf die Frage, was denn das Geheimnis
für den Erfolg der Marke sei, erteilte Antwort: „Attention to Detail.“ Das
lautet in sinngemäßer Übersetzung: „Wir kümmern uns (auch) um
Kleinigkeiten.“ Folglich bietet sich an, gerade den Details der 1993
eingeführten neuen Modelle Rolls-Royce Silver Spirit III und Silver Spur III
besondere Aufmerksamkeit zu schenken, um nachzuhalten, ob im Werk die
Jahrzehnte alte Maxime noch volle Gültigkeit hatte. Dafür bietet sich
beispielsweise dieser nach dem auf einer Halbinsel im Persischen Golf
gelegene Emirat Katar ausgelieferte
Rolls-Royce Silver Spur III an.

Die Änderungen, die womöglich nicht sofort ins Auge fielen, aber das
Ambiente verbesserten, waren etwa die Einfassung der Lenksäule mit Leder in
der Farbe der Innenausstattung oder die Beleuchtung der Picknicktische.. Die
in die Lehnen der Vordersitze eingepassten Tischchen hatten zudem eine neue
Form erhalten, wenngleich derlei nur beim direkten Vergleich mit der
Ausführung in den Vorgängermodellen auffiel. Es gab auch keinen Anlaß mehr,
zu kritisieren, dass allein dem Fahrer ein erhöhtes Maß an Unfallsicherheit
zugestanden war, denn beim neuen Modell fand sich auch auf der
Beifahrerseite – und nicht mehr nur im Lenkrad – ein Airbag. Der nahm den
Platz ein, wo bis dato der Handschuhkasten saß. Perfekt war die
Holzabdeckung des Armaturenbretts in ihrer vertrauten Form als Abdeckung
erhalten geblieben. Beim Silver Spur III waren die im Design überarbeiteten
Sitze hinten einzeln verstellbar und zwecks besserem Komfort waren auch
Kopfstützen und Gurtanbringung Ziel von Änderungen gewesen.

Bei
der Klimaanlage – fraglos eines der maßgeblichen Komfort-Features bei in
Wüstenstaaten eingesetzten Automobilen – hatte es eine Umrüstung auf eine
FCKW-freie Füllung gegeben. Die Servolenkung war neu abgestimmt und erlaubte
mehr ‚Fahrgefühl’; auf letzteres wirkte sich auch aus, dass vorn wie hinten
Stabilisatoren eingesetzt worden waren. Das Anzeige-Display für den Fahrer
war in Bezug auf Leuchtkraft und Informations-Darstellung überarbeitet, um
auch bei flüchtigem Blick alle notwendigen Auskünfte zu vermitteln.
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Unter
der Motorhaube mochte ein Laie lediglich notieren, dass nunmehr eine
großflächige Abdeckung den Motor und die Nebenaggregate verbarg. Damit blieb
indes verborgen, dass über eine Vielzahl von Eingriffen das Triebwerk auf
die Erfüllung der striktesten Abgasgrenzen ausgerichtet worden war; es
erfüllte bereits die für 1995 angesetzten rigiden Limits für Kalifornien und
der Hersteller ging davon aus, sämtliche bis zum Jahr 2000 zu erwartenden
Neuregelungen weltweit einhalten zu können. Mittels eines komplett neuen
Diagnose-Systems war die Prüfung aller maßgeblichen Parameter der
elektronischen Steuergeräte, die zunehmend zum Einbau kamen, möglich. Es
waren dennoch sowohl eine Minderung des Benzinverbrauchs wie auch ein
Leistungsanstieg erzielt worden; die gesteigerte Motorleistung schlug sich
in zügigerer Beschleunigung und höherer Endgeschwindigkeit nieder. Gewiß ein
Fülle von Merkmalen, die als „Attention to Detail“ zu würdigen waren. |