|
Startseite
Modelle
Alle Modelle
seit 1904
Bücher
Ausführliche
Informationen
FAQ
Die häufigsten
Fragen
<-
Zurück
Weiter
->
Mehr Informationen
zum Arnage in
diesem Buch:
 |
|
Bentley
Arnage Green Label
(1998 - 2000)

Bentley
Arnage, 1998, #SCBLB51E4XCX1277 Der Bentley Arnage fußt auf 17"
Leichtmetallfelgen.
Am 26. April 1998 wurde auf der Rennstrecke von Le Mans im Departement
Sarthe der Bentley Arnage vorgestellt. Bentley Motors Ltd. hätte keinen
passenderen Ort wählen können, denn dies war der Rennkurs, auf dem in
der Vergangenheit Bentley-Automobile mit 5 Siegen bei den erbarmungslosen
"24 Stunden von Le Mans" Renngeschichte geschrieben hatten. Die
Renaissance von Bentley als eigenständige Marke hatte ihren Ausgangspunkt
im Bentley Mulsanne, der seinerseits Bezug auf
die Le Mans-Strecke nahm, denn Mulsanne benennt einen Streckenteil des
Rennkurses. Der neue Typ stand in bester Tradition, denn der Name Arnage
war der anspruchsvollen Arnage-Kurve des berühmten französische
Rennkurses entlehnt. Ein bei BMW entwickeltes Leichtmetall-V8 Triebwerk
mit 4 ½ Litern Hubraum und Doppelturboladern markierte eine deutliche
Abwendung von einer in der gesamten Nachkriegsepoche befolgten Regel. Aus
Rationalisierungs- gründen waren in Rolls-Royce wie in Bentley-Modellen
durchweg in der Basisauslegung baugleiche Motoren verwendet worden. -
Nüchtern betrachtet bewirkte die neue Situation, dass aus der Kooperation
für Rolls-Royce Motors wie Bentley Motors mit BMW eine Abhängigkeit auf
Gedeih und Verderb vom Lieferanten der vitalen Antriebskomponenten
resultierte. Rolls-Royce Silver Seraph - mit
V12-Motor von BMW - und Bentley Arnage wiesen nahezu identische
Karosserien auf. Dabei ist anzumerken, dass erstmals in der
Firmengeschichte ein eigenes Karosserie-Preßwerk eingerichtet worden war,
damit man die Fertigung nicht mehr an Fremdfirmen vergeben mußte. Vom
Silver Seraph unterschieden den Arnage nicht allein Motor, Kühlergrill
und Markenembleme. Große 17-Zoll Räder kamen zum Einbau und
Scheibenbremsen mit größerem Durchmesser (Bentley 334/328 mm,
Rolls-Royce 314/305 mm). Der Schalthebel für die 5-Gang-Automatik fand
sich auf der Mittelkonsole montiert. Beim Interieur erfolgte keinerlei
Abkehr von Bewährtem: es präsentierte sich als atemberaubend luxuriöse
Mischung ausgesuchten Leders, feiner Holzarbeiten und tiefen Wollteppichen
in bester handwerklicher Verarbeitung. Mit dem Wechsel zum Modelljahr 2000
kam es zur Umbenennung Bentley Arnage Green Label. Damit wurde auf das
Firmenemblem, ein "Winged B" mit dem B eingelegt in grünes
Emaille verwiesen. Solche Abgrenzung war notwendig geworden, weil es die
Option gab, auch den "alten" 6,75 Liter V8-Motor mit Turbolader
für die viertürige Variante ordern zu können (bei den zweitürigen
Coupés und Cabrios war er Standard). Mit dem Bentley Arnage
Red Label gab es hausinterne Konkurrenz zum Green Label und es gab
Spekulationen, Volkswagen - seit 1998 neuer Eigentümer der Marke Bentley
nach einem Übernahmeduell mit BMW - sei um deutliche Abgrenzung vom
bayrischen Konkurrenten bemüht.
Technische Daten:
Leichtmetall V8-Motor, Zylinderreihen im 90 Grad Winkel, Bohrung x Hub 92
x 79 mm, Hubraum 4.398 ccm; 4 Ventile pro Zylinder, 4 obenliegende
Nockenwellen; Doppelturbolader mit Intercooler; elektronisches
Motor-Management für Kraftstoffzufuhr, Einspritz- und Zündvorgänge;
Leistung 354 PS bei 5.500 U/min; 5-Gang-Automatik; Einzelradaufhängung
rundum, automatische Fahrwerksregelung, Niveauregulierung,
Aquaplaning-Kontrolle; innenbelüftete Scheibenbremsen vorn (334 mm) und
hinten (328 mm), Antiblockiersystem; Radstand 3.116 mm, Spur vorn und
hinten 1.608 mm, Reifen 255/55R17; Geschwindigkeit max. 240 km/h
(abgeregelt).

Bentley
Arnage, 1998, #SCBLB51E4XCX1277 Beim Bentley findet sich das Lenkrad mit
zweifarbigem Leder abgenäht; er verfügt nicht über die
Holzapplikationen des Silver Seraph.

|
Produktionszahl:
|
|
1.123
|
Bentley Arnage (1998/1999)
|
|
59
|
Bentley Arnage Green Label
|
|