Der Bentley T2 zeigte in gewisser Weise, dass sich der Hersteller nicht
völlig schlüssig war, ob Bentley überhaupt mit individueller Identität
erhalten bleiben sollte. Die Marke war im Konzern mehr und mehr an den
Rand geraten und führte nur noch ein Schattendasein. In der
Entwicklungsphase für den Silver Shadow war ein
parallel laufendes Programm für einen separaten Bentley abgebrochen
worden. Schon beim Bentley T1 zeigten nur die Motoren der frühen
Auslieferungen die Ventildeckel mit eingeprägtem Schriftzug "Bentley" -
als die aufgebraucht waren, wechselte man ohne Aufhebens zu solchen mit
dem Schriftzug "Rolls-Royce". Und beim Bentley T2 ging man noch einen
Schritt weiter und verbaute im Armaturenbrett Insturmente, deren Skalen
das Emblem mit den verschlungenen RR für Rolls-Royce statt des Bentley-B
zierten.
Dies war einer der wenigen Typen von Rolls-Royce, die für den Verkauf in
den USA, einem der Hauptmärkte des Herstellers, nicht vorgesehen waren.
Die Absatzzahlen von Bentley in den USA waren eh nur gering und das Werk
scheute die Kosten für den Zulassungsprozeß des Bentley T2 (später wurde
berichtet, einige Neufahrzeuge dieses Typs seien dennoch an Käufer in den
USA zur Auslieferung gekommen)...
Technische Daten:
8 Zylinder in V-Form, Zylinderreihen im 90-Grad-Winkel;
Leichtmetall-Motorblock, Bohrung x Hub 104,14 mm x 99,06 mm, Hubraum 6.750
ccm; Leichtmetall-Zylinderköpfe; kontaktlose Lucas-Elektronikzündung; 2
SU-Vergaser; Hinterradantrieb; 3-Gang-Automatik; rundum
Einzelradaufhängung mit Schraubenfedern; hydropneumatische
Niveauregulierung hinten; Scheibenbremsen rundum, vorne innenbelüftet;
Radstand 3.048 mm (Bentley T2 lwb 3.149,6 mm); Spurweite vorn 1.524 mm,
hinten 1.513,8 mm; Reifen 235/70HR15

Bentley T2 mit langem Radstand, 1979, #LBH37309. Wer sich mit Details
eingehend beschäftigt hatte, vermag die Ausführung mit langem Radstand
auch daran erkennen, daß sich Radkappen in der Corniche-Ausführung
montiert finden.