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Auto des Monats - Dezember 2004
Bentley Arnage R, 2004, #5CX10101

Mit dem Genfer Salon im Frühjahr 2004 war ein verblüffend früher Zeitpunkt
gewählt worden, um die Änderungen zum Modelljahrgang 2005 des
Bentley Arnage R vorzustellen; zeitgleich fanden diese Lösungen Eingang in
die Serie beim Bentley Arnage T. Ein wichtiger Grund war, die großen
viertürigen Limousinen „auf Linie“ zu bringen mit essentiellen
Design-Elementen des Sportcoupés Bentley Continental GT. Beim direkten
Vergleich mit der bis dato gebauten Version zeigte die Front zwar nach wie
vor Doppelscheinwerfer, diese aber separiert und nicht mehr kombiniert
unter einem gemeinsamen Abdeckglas. Zudem entfielen die im Bug der
vorderen Kotflügel eingesetzten Blinker, sie waren nun integriert in die
Leuchteneinheit des Abblendlichts. Bei genauerem Hinsehen entdeckte man
auch eine neu gestaltete Motorhaube, akzentuiert durch eine zentral
laufende Sicke; die Chromleiste, die dort früher einen
Akzent gesetzt hatte war entfallen.

Die Revision hatte sich nicht auf Veränderungen bezüglich äußerem
Erscheinungsbild beschränkt, sondern wurde auch beim Blick in den
Innenraum deutlich. Das Armaturenbrett zeigte Änderungen, als
nennenswerteste mag angeführt werden, dass eine ganze Reihe von Schaltern
und Bedienelementen „verschwunden“ waren – versteckt hinter Abdeckungen;
so waren z.B. Radio/CD-Player erst zugänglich nach aufklappen einer
Abdeckplatte.
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Änderungen, die sich erst beim Studium der Angaben zur Fahrzeugtechnik
erschlossen, waren Modifikationen der Antriebseinheit und des Fahrwerks.
Der Motor war umgerüstet, die striktesten Abgasbestimmungen in Europa
(EU4) wie in den USA (LEV "Low Emission Vehicle") zu erfüllen. Die
Radaufhängung rundum war neu abgestimmt worden, um das Handling auf ein
neues Level zu heben. Das hatte eine umfassende Überarbeitung der
Hinterachse bedingt.

Der Basispreis von ca. EUR 216.000 (£160,000) war nicht mehr als das, eine
Basis. Die meisten Kunden bestellten aus Ausstattungspaketen, die von
Mulliner angeboten wurden, diverse Extras oder gaben Auftrag, speziell für
ihren Wagen Sonderwünsche zu realisieren. In Verbindung mit den in
einzelnen Märkten unterschiedlichen Sätzen für Mehrwertsteuer/VAT addierte
sich zügig ein erklecklicher Betrag zum Basispreis. Monetäre Aspekte
indessen schienen kein nennenswertes Hindernis. Ebensowenig die nicht von
der Hand zu weisende Überlegung, in absehbarer Zeit würden die Viertürer
ohnehin durch ein dem Bentley Continental GT verwandtes Modell ersetzt.
Bentley Arnage wurden mit Stückzahlen verkauft, die höher lagen als die
der Konkurrenten Rolls-Royce Phantom und Maybach zusammengenommen

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