|
Startseite
Bücher
Ausführliche
Informationen
Modelle
Alle Modelle
seit 1904
Highlights
Coachbuilder,
Special Cars...
Album 1998
Album 1999
Album 2000
Album 2001
Album 2002
Album 2003
Album 2004
Album 2005
Album 2006
Album 2007
Album 2008
Album 2009
Die "Autos des Monats"
|
|
Auto des Monats - Dezember 2010
Rolls-Royce Phantom I, 1933, #S239PR, 'St. Martin' Sedanca de Ville von
Brewster

Rolls-Royce unterhielt in den 20ern ein Zweigwerk in den Vereinigten Staaten
von America. Aus diesem in Springfield, Massachusetts, USA, gelegenen
Zweigwerk stammt der am Juli 1933 an eine Kundin in einem der
Ostküstenstaaten der USA gelieferte Rolls-Royce Phantom I. Im Sprachgebrauch
hat sich, zwecks deutlicher Trennung zwischen den im Werk in England
gebauten Phantom I und solchen aus der Fertigung in den USA die Bezeichnung
„Rolls-Royce Springfield Phantom I“ durchgesetzt.
"St. Martin" war der Name für eine Aufbauvariante, die seitens Rolls-Royce
Custom Coachwork ab Werk angeboten wurde. Indessen betrieb Rolls-Royce of
America nur in sehr geringem Umfang Karosseriebau im eigenen Werk. Die
Arbeiten wurden meistens vergeben an externe Karosseriebau-Betriebe.
Bevorzugt wurde Brewster in New York aus dem nahe liegendem Grund, weil
Rolls-Royce Mitte der 20er Jahre dieses Unternehmen aufgekauft hatte.
|
|
Seitenanfang |
|

Die Aufbaunummer B7252 für diesen Springfield Phantom I mit Chassis-Nummer
#S239PR entschlüsselt über den vorangestellten Buchstaben B, dass auch in
diesem Fall der Aufbau bei Brewster geschaffen worden ist. Erwähnenswert
ist, dass die Literatur beim Chassis des Rolls-Royce Springfield Phantom I
als Optionen ausweist, zwischen Radständen von 143½ in. oder 144¾ in. oder
146½ in. zu wählen.
In technischer Hinsicht entsprach der ‘Springfield’ Phantom I in seiner
grundsätzlichen Auslegung dem im englischen Stammwerk in Derby gebauten
Rolls-Royce Phantom I. Es gab aber signifikante Abweichungen, zu nennen vor
allem die Ausrüstung mit Linkslenkung oder die Auslegung der elektrischen
Anlage auf 6 Volt (statt 12 Volt Spannung wie bei den Autos aus England).
Tatsächlich gab es Abweichungen in so erheblicher Zahl, dass eine Auflistung
einen Katalog füllen würde.

Dieser Rolls-Royce Phantom I „St. Martin“ von Brewster, verkauft 1933, war
der drittletzte Wagen, der aus dem Serienbau im Werk von Rolls-Royce of
America stammte. Die US-Produktion wurde eingestellt. Schon zuvor hatten die
Erträge nicht gereicht zur Finanzierung der Produktions-Umstellung auf den
neuen Rolls-Royce Phantom II – und der hatte in England bereits 1928 sein
Debüt gegeben .

|