|
Startseite
Bücher
Ausführliche
Informationen
Modelle
Alle Modelle
seit 1904
Highlights
Coachbuilder,
Special Cars...
Album
1998
Album 1999
Album 2000
Die "Autos des Monats"
Mehr Informationen über die Phantom Reihe:

|
|
Auto
des Monats - Februar 2001
Rolls-Royce Phantom II Continental, 1933, #158PY
Touring Saloon von Park Ward
Im
Jahr 1929, ein Jahr nach Einführung des Rolls-Royce
Phantom II, wurde mit dem Rolls-Royce Phantom II Continental
eine Ausführung als Grand Tourisme verwirklicht, vornehmlich um höchste
Ansprüche selbstfahrender Eigner zu erfüllen. In diesen letzten der
großen Sechszylinder-Wagen, die F. Henry Royce entwarf, flossen alle
Kenntnisse und Fähigkeiten des überragenden Konstrukteurs ein. Das
Fahrgestell mit einem um 15 cm verkürzten Radstand ergab kompaktere
Gesamtabmessungen und damit verbunden Gewichtsvorteile. Daraus
resultierten bessere Beschleunigungswerte und höhere Endgeschwindigkeit.
Die Federung wurde auf die teils schnellen, weil geraden, Straßen des
Kontinents abgestimmt mittels Einsatz von 5 dicken Blattfedern pro Paket
(statt der üblicherweise verwendeten Pakete mit 10 dünneren
Federblättern). Viele Experten betrachten den Rolls-Royce Phantom II
Continental als einen der Höhepunkte im Automobil-Design der Periode vor
dem II. Weltkrieg.
Die
mit den Buchstaben PY charakterisierte Chassis-Serie belief sich auf
insgesamt 100 Fahrgestelle, davon gehört #158PY zu den nur 39 gemäß
Continental-Spezifikation gebauten. Dem Karosseriebauer Park Ward wurde
die Aufgabe übertragen, den Aufbau als Continental Touring Saloon (mit
Separation zwischen vorderen Sitzen und rückwärtigem Abteil) zu
schaffen. Die Karosserielinien gelangen perfekt ausgewogen, besondere
Erwähnung verdienen die Kühlschlitze in der Motorhaube, deren Winkel
exakt den der Türausschnitte aufnimmt.

Bei
den der Chassis-Serie „PY“ vorangehenden Serien stammten die Anzeigen
im Armaturenbrett von verschiedenen Lieferanten, nunmehr aber wurden die
Instrumente (mit Ausnahme des Amperemeters) nur noch von S. Smiths &
Sons bezogen, wo sie strikt gemäß von Rolls-Royce vorgegebenen
Spezifikationen gefertigt wurden. |
| Seitenanfang |
Nach
einem Abschlusstest des von Park Ward gebauten Continental Touring Saloons
erteilte Rolls-Royce die übliche dreijährige Garantie und das Automobil
wurde ausgeliefert an C.H. Downing im englischen Clayton. In Raymond
Gentile's seit lange vergriffenem Buch “The Rolls-Royce Phantom II
Continental” findet sich ein Schwarz-Weiß-Foto dieses Wagens auf Seite
211. In Roßfeldts „Rolls-Royce und Bentley
Automobile, Vom Anfang des Jahrhunderts bis ins Neue Jahrtausend“
ist er auf den Seiten 50/51 in Farbe abgebildet. Vor kurzem übermittelte
Derek Harris, Registrar des „Derby Phantom Register“ des Rolls-Royce
Enthusiasts' Club als Ergebnis neuester Forschung eine Produktionziffer
von insgesamt 1.680 Rolls-Royce Phantom II (1.555 mit Rechtlenkung,
125 mit Linkslenkung). Nur 278 davon entstanden als Continental.

Über den Zeitraum der letzten zehn Jahre befand sich dieser
Rolls-Royce Phantom II Continental in der Obhut eines
österreichischen Ingenieurs, der den Wagen in Deutschland zugelassen
hatte mit einem Kennzeichen, das die Chassis-Nummer wiedergab. Der Wagen
wurde für etliche Langstreckentouren eingesetzt, darunter 1995 eine zum
Nordkap, die in der Überschrift „Bilturister med klasse“ einer
norwegischen Zeitung Widerhall fand.
Eine Abbildung dieses Autos, das lange Zeit in Südafrika verbracht
hatte, findet sich im neuen Buch "The
Rolls-Royce Phantom II & Phantom III" aus der Serie Complete
Classics. Das Buch ist im Februar 2001 erschienen und überaus
empfehlenswert mit einer Fülle an Details und bisher unveröffentlichten
Fotos - zudem ist es nicht teuer.
|