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über Rolls-Royce in diesen Büchern:
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Auto des Monats - Februar 2007
Rolls-Royce Corniche IV, 1994, #CZPA1
Cabriolet von Mulliner Park Ward

Die Chassis-Nummer verrät, dass dies Automobil als „Experimental Car“
ins Leben startete. Es handelt sich um den Prototypen des Rolls-Royce
Corniche IV. Für die Corniche-Modelle, die der
Silver Spirit-Spezifikation
entsprachen, war der Code "CZ" Standard bei Rolls-Royce. Es könnte sein,
dass dies das Fahrzeug ist, das bei den "hood ballooning"-Experimenten zum
Einsatz kam, aber es gibt dafür keine Bestätigung.
Bemerkenswerte Einzelheiten:
- Spezielle Clips auf Höhe der Gürtellinie unterhalb der
Seitenfenster, die erlaubten, eine Abdeckung aufzuziehen, wenn das
Fahrzeug irgendwo mit heruntergeklapptem Dach abgestellt wurde (so dass
niemand einen Blick auf die Innenraumgestaltung des zukünftigen Modells
werfen konnte).
- Kein Beifahrer-Airbag sondern nur ein Fahrer-Airbag im Lenkrad
(obwohl die späteren Serienmodelle des Corniche IV mit Beifahrer-Airbag
ausgestattet wurden)
Das Auto durchlief sämtliche Tests ohne Beanstandungen und befand sich
danach in einem so guten Zustand, das seine Verschrottung als
Verschwendung angesehen wurde. Folglich bekam es eine Chassis-Nummer
eingeschlagen – eine absolut einzigartige Chassis-Nummer, die sich dem
Regelwerk für Chassis-Nummern bei Rolls-Royce komplett entzieht! Mit einem
Schild „Corniche IV“ am Kofferraumdeckel wurde dieses Automobil
in 1994 an einen Kunden in Italien verkauft.
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Nach meinem besten Wissen fand sich dieser Wagen niemals in irgendeiner
Liste aufgeführt und könnte sehr wohl der Aufmerksamkeit selbst solcher
Experten entgangen sein, die sich mit Rolls-Royce eingehend beschäftigen.
Von wenigen Ausnahmen abgesehen erhielt nie jemand Kenntnis von der
Vermarktung dieses Fahrzeugs. Es wäre nicht fair, den Eindruck zu
erwecken, dass dies Unikat von mir „entdeckt“ worden sei, denn tatsächlich
war es mein Freund Giuseppe Agostini (der Inhaber von British Motors
Service in Villafranca bei Verona, Norditalien), der auf dieses Automobil
aufmerksam machte. Er war auch so liebenswürdig, zu arrangieren, dass eine
Bildserie auf dem Gelände des Museo Nicolis in
Villafranca bei Verona aufgenommen werden konnte.

Die
Geschichte endet damit nicht, denn aus dem Kontakt mit einem US-Sammler
lernte ich, dass dieser Ende der 90er Jahre großes Interesse hatte, einen
1996er Prototypen eines Bentley Brooklands von R-R Inc. zu übernehmen. Das
Auto war mit zeitlich befristeter Zulassung in die USA gekommen und R-R
Inc. war keineswegs abgeneigt, den Wagen nach Abschluß der Testreihen zu
verkaufen. Das hätte die Kosten für den Rücktransport nach England
erspart, wo der Wagen dann verschrottet werden sollte (jedenfalls laut
Planung). Auch dieses Automobil hatte nur eine extrem kurze
Chassis-Nummer. Ausgerechnet die amerikanischen Zollbehörden entschieden
indessen, dass gerade die außerhalb jeden Standards liegende
Chassis-Nummer einen Grund bildete, warum der Wagen wieder außer Landes
gebracht werden musste. Im Licht des Schicksals von #CZ PA1 mag es guten
Grund geben für die Annahme, dass der Brooklands-Prototyp bei seiner
Rückkehr nach England möglicherweise nicht verschrottet worden ist, weil
besonnene Köpfe im Werk die Lösung vorzogen, wenigstens den
Gebrauchtwagenpreis für dieses Auto zu erlösen. Vielleicht erfreut neben #CZ
PA1 noch ein weiteres als Prototyp in Leben gestartetes Automobil einen
Connaisseur irgendwo in Europa?
Für diejenigen, die sich mit Hingabe Forschungsaufgaben widmen, stellt
sich mit diesen Ausnahmen die Herausforderung, die „Produktionszahlen“
exakt zu beziffern…

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