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Es war jedes Rad mit 10 Schrauben zu befestigen (normal waren für
Rolls-Royce der Nachkriegszeit 5 Radschrauben) und die Felgen verfügen über
‚Sprengringe’, wie sie sonst nur bei LKW zu finden waren. Dies ist ein
Merkmal, das bei Rolls-Royce ausschließlich die Modelle vom Typ Phantom IV
zeigen. Deshalb ist es durchaus angeraten, für alle Fälle eine Ersatzfelge
im Vorrat zu halten.

Bei diesem Sedanca de Ville war der Kofferraumdeckel so gestaltet, dass er
in abgeklapptem Zustand als ‚Brücke’ für Aufschnallkoffer arretiert werden
konnte. Im Heck blieb hinter einer Klappe ein weiterer Kofferraum mit einem
Volumen, das etwa heutigem Mittelklasse-Format entspricht. Separat ließ sich
das Abschlussblech, in das die hintere Kennzeichenhalterung eingepasst war,
abklappen, um Zugang zu dem separaten Fach für das Reserverad zu bieten. War
das herausgenommen, zeigte sich im Boden eingelassen eine weitere Klappe,
unter der sich ein Fach verbarg, in dem großdimensioniertes Bordwerkzeug
verstaut war. – Bordwerkzeug kleinerer Dimension war in eine Schublade unter
dem Armaturenbrett auf der Beifahrerseite eingepasst.

Im Innenraum dominierte die Farbe Rot, denn so zeigten sich Leder,
Himmeltuch und Teppiche; nur die in Walnusswurzelholz ausgeführten Holzteile
setzten Akzente. Auch die Innenseite einer herausziehbaren Sichtblende um
einen Teil des hinteren Seitenfensters abzuschirmen, war mit rotem Leder
bespannt. Aufgesetzt war ein geschliffener Kristallspiegel. Auf der nach
außen gewandten Seite mit schwarzem Leder verkleidet, fiel die Sichtblende
kaum ins Auge.

Zu jener Zeit gehörten Ihre Königlichen Hoheiten Aga Khan III und Begum Aga
Khan zu den am häufigsten fotografierten Persönlichkeiten; der mondäne
Lebensstil (der fürstliche Rennstall hatte sogar fünf der Sieger bei Epsom
Derbys gestellt!) war für die Presse und die Kino-Wochenschauen ein Magnet.
– Da verblüfft es, dass auf zwei Fragen trotz intensiver Recherche noch
keine Antwort gefunden werden konnte.
Erstens ist es nicht gelungen (obwohl es gewiss solche Fotos in diversen
Archiven geben müsste!), ein Farbfoto aufzutreiben, dass den Wagen in seiner
ursprünglichen Farbgebung zeigt. Ausgeliefert worden ist dieser Phantom IV
in Dunkelgrün mit einem in hellerem Grün abgesetzten Seitenstreifen. –
Entgegen der in bester Absicht ausgeführten Farbgebung bei dem Automodell
hat sich dieser Seitenstreifen auch über ‚Kantenlinie’ der Motorhaube bis
nach vorne zum Kühler durchgezogen. Weiß jemand einen Hinweis zu geben
bezüglich Zugriff auf ein originales Farbfoto dieses Automobils? Selbst wenn
der betreffende Fotograf sich auf die Persönlichkeiten konzentrierte und das
Fahrzeug nur teilweise abgebildet wäre?

Zweitens trug der Wagen bei Auslieferung auf die hinteren Türen aufgetragen
das Wappen S.K.H. Sultan Mohamed Schah, Aga Khan III. Weiß jemand einen
Hinweis zu geben, wie das Wappen Seiner Königlichen Hoheit gestaltet war?
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