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Die "Autos des Monats"


Rolls-Royce - The Post-War Phantoms IV, V, VI

 

 

Auto des Monats - Januar 2010
Rolls-Royce Phantom IV, 1952, #4AF20
Sedanca de Ville von Hooper


Es sind nur 18 Rolls-Royce Phantom IV gebaut worden. Davon kamen 17 zur Auslieferung einen Kundenkreis, der eingegrenzt war auf „Royalty and Heads of States“, denn das für Testfahrten benutzte Exemplar wurde später im Werk wieder komplett zerlegt. Unter den Phantom IV nimmt der Wagen mit Chassis-Nummer #4AF20 eine Sonderstellung ein, denn in dieser Modellreihe wurde nur dieser eine Wagen als Sedanca de Ville karossiert.

Die Bestellung hatte Seine Königliche Hoheit Sultan Mohamed Schah, Aga Khan III erteilt. Dem religiösen Oberhaupt der Ismaeliten war es dank eines enormen Vermögens möglich, sich nahezu jeden Wunsch zu erfüllen. Der nahezu lückenlos vorliegende Schriftverkehr mit dem Karosseriebauer – geführt nicht nur über die etwa zwei Jahre zwischen Auftragserteilung 1950 und Auslieferung 1952, sondern auch noch danach – erlaubt die Feststellung, dass auch Sonderwünsche seitens I.K.H. Begum Aga Khan eingeflossen waren.

Schlaglichtartig sollen aus der Fülle an Besonderheiten im Folgenden nur drei im Detail dargestellt werden.

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Es war jedes Rad mit 10 Schrauben zu befestigen (normal waren für Rolls-Royce der Nachkriegszeit 5 Radschrauben) und die Felgen verfügen über ‚Sprengringe’, wie sie sonst nur bei LKW zu finden waren. Dies ist ein Merkmal, das bei Rolls-Royce ausschließlich die Modelle vom Typ Phantom IV zeigen. Deshalb ist es durchaus angeraten, für alle Fälle eine Ersatzfelge im Vorrat zu halten.

Bei diesem Sedanca de Ville war der Kofferraumdeckel so gestaltet, dass er in abgeklapptem Zustand als ‚Brücke’ für Aufschnallkoffer arretiert werden konnte. Im Heck blieb hinter einer Klappe ein weiterer Kofferraum mit einem Volumen, das etwa heutigem Mittelklasse-Format entspricht. Separat ließ sich das Abschlussblech, in das die hintere Kennzeichenhalterung eingepasst war, abklappen, um Zugang zu dem separaten Fach für das Reserverad zu bieten. War das herausgenommen, zeigte sich im Boden eingelassen eine weitere Klappe, unter der sich ein Fach verbarg, in dem großdimensioniertes Bordwerkzeug verstaut war. – Bordwerkzeug kleinerer Dimension war in eine Schublade unter dem Armaturenbrett auf der Beifahrerseite eingepasst.

Im Innenraum dominierte die Farbe Rot, denn so zeigten sich Leder, Himmeltuch und Teppiche; nur die in Walnusswurzelholz ausgeführten Holzteile setzten Akzente. Auch die Innenseite einer herausziehbaren Sichtblende um einen Teil des hinteren Seitenfensters abzuschirmen, war mit rotem Leder bespannt. Aufgesetzt war ein geschliffener Kristallspiegel. Auf der nach außen gewandten Seite mit schwarzem Leder verkleidet, fiel die Sichtblende kaum ins Auge.

Zu jener Zeit gehörten Ihre Königlichen Hoheiten Aga Khan III und Begum Aga Khan zu den am häufigsten fotografierten Persönlichkeiten; der mondäne Lebensstil (der fürstliche Rennstall hatte sogar fünf der Sieger bei Epsom Derbys gestellt!) war für die Presse und die Kino-Wochenschauen ein Magnet. – Da verblüfft es, dass auf zwei Fragen trotz intensiver Recherche noch keine Antwort gefunden werden konnte.

Erstens ist es nicht gelungen (obwohl es gewiss solche Fotos in diversen Archiven geben müsste!), ein Farbfoto aufzutreiben, dass den Wagen in seiner ursprünglichen Farbgebung zeigt. Ausgeliefert worden ist dieser Phantom IV in Dunkelgrün mit einem in hellerem Grün abgesetzten Seitenstreifen. – Entgegen der in bester Absicht ausgeführten Farbgebung bei dem Automodell hat sich dieser Seitenstreifen auch über ‚Kantenlinie’ der Motorhaube bis nach vorne zum Kühler durchgezogen. Weiß jemand einen Hinweis zu geben bezüglich Zugriff auf ein originales Farbfoto dieses Automobils? Selbst wenn der betreffende Fotograf sich auf die Persönlichkeiten konzentrierte und das Fahrzeug nur teilweise abgebildet wäre?

Zweitens trug der Wagen bei Auslieferung auf die hinteren Türen aufgetragen das Wappen S.K.H. Sultan Mohamed Schah, Aga Khan III. Weiß jemand einen Hinweis zu geben, wie das Wappen Seiner Königlichen Hoheit gestaltet war?


 

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