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Die "Autos des Monats"
Das
Fahrzeug finden Sie auch in diesem Buch:
Umfassende Informationen zum Rolls-Royce 20/25
H.P.:
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Auto
des Monats - Juli 2002
Rolls-Royce 20/25 H.P., 1934, #GRC56
Continental Touring Saloon von Park Ward

Mehr als 50 Jahre seines Lebens verbrachte dieser
Rolls-Royce in einer Art von „Dornröschenschlaf". Zwischen 1951
bis 2001 erfuhr er nur überaus selten Nutzung, blieb über Monate und
Jahre sorgfältig garagiert. Für die Zeit unmittelbar nach der
Auslieferung als Neuwagen darf größere Aktivität vermutet werden, denn
als Besteller für #GRC56 wurde ein bekannter Name notiert im Auftragsbuch
von Rolls-Royce. Der Name war bereits zuvor aufgetaucht als Erwerber des Rolls-Royce
20/25 H.P. mit der Chassis-Nummer #GEX50 - und später findet er sich
erneut für #GHG20.
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Soweit
die Geschichte dieses Wagens nachvollziehbar ist, war er bei Ausbruch des
II. Weltkrieges „eingemottet" worden in der Remise eines Anwesen in
England. 1951 wurde das Landgut mit dem gesamten Inventar erworben von
jemandem, der in Industriebeteiligungen weltweit engagiert war und über
eine Reihe von Wohnsitzen in verschiedenen Ländern der Erde verfügte.
Das Auto blieb unberührt bis 1962, als bei den Behörden des Vereinigten
Königreichs um eine Ausfuhrgenehmigung nachgesucht wurde. Zeitgleich
erfolgte die Umrüstung des Wagens entsprechend Schweizer
Sicherheitsbestimmungen. Dazu wurde unter anderem im Werk die Kühlerfigur
federnd gelagert, was für einen Vorkriegswagen einmalig sein dürfte.
Statt Zulassung in der Schweiz erhielt der Wagen indessen ein deutsches
Kennzeichen und erfuhr alle 2 Jahre eine TÜV-Untersuchung. Die
TÜV-Berichte notierten wiederholt in Abfolge den unveränderten
Kilometerstand - Beweis dafür, dass der Wagen über den Zeitraum von
Jahren überhaupt nicht gefahren worden war. Das änderte sich auch nicht
einschneidend, nachdem der Wagen in den frühen 90er Jahren in neue Hände
wechselte - in Frauenhände. Die jährliche Laufleistung beschränkte sich
üblicherweise auf weniger als 100 Meilen. Die längste Strecke war in
1998 eine Fahrt über ca. 900 Kilometer nach Berlin zur Vorstellung des
neuen Rolls-Royce Silver Seraph. Die Strecke absolvierte der 20/25 mit
einer Durchschnitts-Geschwindigkeit von deutlich mehr als 110 km/h - an
Bord eines Autoreisezuges..
Für
einen schnelleren Zug entschied sich ein Franzose, als er 2001 den „Thalys"
wählte für die Fahrt von Paris nach Deutschland. Der Anlaß war, dass er
Kenntnis bekommen hatte, die Besitzerin wolle sich von #GRC56 trennen, um
einem Rolls-Royce Silver Dawn aus der frühen Nachkriegsperiode den Vorzug
zu geben. Am folgenden Tag rollte der Wagen in gemächlichem Tempo
westwärts Richtung französische Atlantikküste. Die völlig klaglos
absolvierte Stecke von gut 900 Kilometern markierte das Ende des „Dornröschenschlafs".
Mit
einem Wunschkennzeichen versehen (in Frankreich nicht problemlos zu
bekommen, aber beim einzigen Rolls-Royce, der im betreffenden Department
zugelassen ist, überwog die gallische Begeisterungsfähigkeit) kommt das
Auto jetzt regelmäßig zum Einsatz. Gewiß ist das das Beste für diesen
Rolls-Royce, nicht zuletzt weil er in die Obhut eines anerkannten Experten
gegeben worden ist.
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