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über Rolls-Royce in diesen Büchern:

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Auto
des Monats - Juli 2004
Rolls-Royce Phantom III, 1937, #3CP140
Limousine von Serra

“Botschafter Spaniens am Hof von St. James“ war die
Titelbezeichnung, mit der nach uralter Tradition der spanische Botschafter
im Vereinigten Königreich geführt wurde, obgleich der St. James Palast in
London weder Sitz der britischen Regierung noch Wohnort der königlichen
Familie war. Gegen Ende der 30er Jahre war für diese Mission der
Graf von Mayalde entsandt. Seine Exzellenz setzte als Transportmittel auf einen
Rolls-Royce Phantom III, #3CP140 - ein außergewöhnliches Automobil weil
ursprünglich 1937 nach Deutschland exportiert und dort mit einem Aufbau
von Erdmann & Rossi, Berlin, eingekleidet (das Kommissionsbuch listet die
Auslieferung des fertiggestellten Wagens auf den 31. März 1938). Nach dem
Ende seiner Tätigkeit im Rahmen des Corps Diplomatique wurde der spanische
Grande Bürgermeister von Madrid und sein Auto wechselte in die spanische
Hauptstadt.

Sammler und Bewunderer auf der ganzen Welt sind sich einig, dass der
Rolls-Royce Phantom III zu den herausragenden klassischen Automobilen
zählt. Das neue Modell wurde zu einer Zeit vorgestellt, als Rolls-Royce im
Flugmotorenbau eine Spitzenstellung errungen hatte. Ohne Zweifel
profitierte der 12-Zylindermotor des Automobils vom unternehmensinternen
Technologie-Transfer. Der Motor markierte Spitzenwerte bezüglich
Drehmoment und Leistung. Das Fahrgestell war auf gleich hohem Niveau.
Überaus solide, dank Kreuztraverse verwindungssteif und mit Feinheiten
versehen wie eingebauten hydraulischen Wagenhebern vorn und hinten, die
unabhängig voneinander oder gleichzeitig eingesetzt werden konnten. Die
unabhängige Aufhängung der Vorderräder (Lizenzfertigung nach einem General
Motors Patent) verband einwandfrei Straßenlage mit makellosen
Lenkeigenschaften.
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Über
viele Jahre leistete der Wagen treue Dienste und den Grafen von Mayalde
schmerzte die Überlegung, sich von diesem „Null-Fehler-Automobil“ zu
trennen. Schließlich fand er in den 60ern zu dem Ausweg, die deutlich in
die Jahre gekommene Karosserie von Erdmann & Rossi ersetzen zu lassen
durch ein neues Blechkleid mit zeitgemäßer Linienführung. Mit der
Umsetzung dieser Lösung wurde Pedro Serra betraut, dessen in Barcelona
ansässiger Karosseriebaubetrieb einen sehr guten Ruf genoss. Serras
Entwurf überzeugte den Auftraggeber auf Anhieb: er schuf einen Neuaufbau,
den man bei flüchtigem Hinsehen mit dem - damals aktuellen -
Rolls-Royce
Phantom V hätte verwechseln können. Indessen waren sämtliche
Karosseriebleche und die tragende Struktur ebenso wie die Innenausstattung
Einzelanfertigungen spanischer Handwerker. Über das Resultat war der Graf
von Mayalde hocherfreut und über die folgenden Jahre blieb er beharrlich
bei der über die ganze Lebenszeit des Wagens verfolgten Linie, mit
sorgfältigen Wartungs- und Reparaturarbeiten auch die Fahrzeugtechnik in
perfektem Zustand zu erhalten. Ein Wechsel bezüglich Eigentümer erfolgte
später, indem das Auto später in die Obhut eines Sammlers in Spanien kam;
aber kein Wechsel erfolgte bezüglich des Aufwandes an TLC ("Tender Loving
Care"). Der Rolls-Royce Phantom III erhielt eine komplette Neulackierung
(vorher war er zweifarbig abgesetzt) und sein Aussehen gewann mit der
Entscheidung für die sehr attraktiven Weißwandreifen.

(Fotos:
Antonio Castillo del Olivares, Spanien)
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