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über Rolls-Royce in diesen Büchern:
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Auto des Monats - Juli 2006
Rolls-Royce 20 H.P., 1925, #GLK76
Open
Drive Landaulette

Bei Durchsicht der kompletten Liste aller je gebauten
Rolls-Royce 20 H.P., i.e. “The Complete List of the Twenty Chassis” in John Fasals
fabelhaft detailreich recherchiertem Buch „The Rolls-Royce Twenty“ finden
sich die Informationen, dass der Wagen mit Chassis-Nummer #GLK76
ausgestattet mit dem Motor mit Nummer G1235 im Jahr 1925 zur Auslieferung
kam. Als Karosserie hatte Barker eine Limousine entworfen und Sir Thomas
Pink ist als Erstbesitzer gelistet.
Im gleichen Buch finden sich auf Seite 442 zwei Fotos eines anderen
Rolls-Royce 20 H.P.; eines zeigt den Wagen wie er „…über lange Jahre als
Abschleppfahrzeug eingesetzt wurde…“ und ein weiteres belegt, dass er nach
eingehender Restaurierung mit einem Neuaufbau versehen wurde in Form eines
Open Drive Landaulette. Wenngleich keine Angaben vorliegen, liegt es nahe,
anzunehmen, dass #GLK76 ein ähnliches Schicksal hatte. Der Originalaufbau
war zu irgendeinem Zeitpunkt als so desolat bzw. beschädigt eingestuft
worden, dass eine Restaurierung nicht lohnte; stattdessen startete der
Wagen karossiert als Open Drive Landaulette in ein neues Leben.

Dieser 20 H.P. von 1925 wurde dem Vernehmen nach von einer
Versicherungsgesellschaft in Berlin erworben und kam dann in die Obhut
eines Sammlers aus dem Raum Gütersloh. Der importierte aus der Schweiz
dann ein weiteres Chassis mit Motor (seinerseits der ‚Restbestand’ eines
Autos, von dem sonst nichts mehr verwertbar war) aus einer 1927er Bauserie
– als Ersatzteil-Spender. Nachdem der Zylinderkopf ausgetauscht worden
war, lief der Motor wieder, allerdings nicht so zufrieden stellend, dass
auf eine Komplettrevision mit neuen Kolben, Lagern, etc. verzichtet werden
konnte. Vom zweiten Chassis (denn das stammte aus einer Serie mit
Vierradbremsen) wurde auch die Vorderachse „transplantiert“ und deshalb
zeigt #GLK76 nunmehr Bremsen auch an den Vorderrädern. In dieser Form
bewährt sich der Wagen überaus zuverlässig auf Langstreckenfahrten.

Der Original-Aufbau von Barker existiert seit langem nicht mehr. Es gibt
leider keine Hinweise auf den Karosseriebauer des Open Drive Landaulette
(wobei dieser eher unübliche Aufbau im Sprachgebrauch von Barker als „Sedancalette
de Ville“ bezeichnet worden wäre). Selbst das exakte Datum, wann die neue
Karosserie gebaut wurde (oder eventuell von einem anderen Fahrzeug
umgesetzt wurde?) ist Gegenstand weiterer Recherche.
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