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über Rolls-Royce in diesen Büchern:
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Auto
des Monats - Juni 2004
Rolls-Royce Silver Cloud III, 1964, #LSGT147
Standard Steel Sports Saloon

Doppelscheinwerfer stachen als maßgeblicher Unterschied
bezüglich äußerem Erscheinungsbild ins Auge und ebenso die an Stelle der
aufgesetzten Seitenlampen jetzt im Kotflügel vorn eingesetzte Kombination
von Blinker und Seitenleuchte, als die dritte Generation des
Rolls-Royce Silver Cloud im Oktober 1962 vorgestellt wurde. Bei genauem Hinsehen
entdeckte man auch einen Chrom-Schriftzug „Silver Cloud III“ rechts unten
am Kofferraumdeckel montiert. Damit war dies der erste Rolls-Royce
überhaupt, bei dem eine Modellbezeichnung angebracht war. Allerdings fehlt
die dem hier gezeigten Fahrzeug (ebenso wie den ganz frühen Ausführungen,
denn die Anbringung erfolgte erst ab Dezember 1962).
Das Re-Design umfasste indessen mehr als nur ein einige oberflächliche
Modifikationen. Die Motorhaube fiel nach vorn deutlich stärker ab, was dem
Fahrer bessere Sicht gewährleisten sollte. Entsprechend waren die
Vorderkotflügel komplett neu geformt und auch der klassische Kühler ist in
der Gesamthöhe niedriger. Auch im Innenraum waren Veränderungen gegenüber
dem Vorgänger zu notieren. Beim Silver Cloud III fanden sich ab Werk
Einzelsitze vorn, die es vorher nur als Sonderausstattung gegeben hatte,
weil eine Sitzbank mit verstellbaren Einzellehnen Standard gewesen war.
Das Armaturenbrett zeigte eine gepolsterte und mit schwarzem Leder
verkleidete Abdeckung oben, auf jeder Seite fanden sich darin eingelassen
Aschenbecher mit Klappdeckeln. Falls Sie je auf einen Silver Cloud III
stoßen bei dem die Nadel des Geschwindigkeitsanzeigers sich nicht „im
Uhrzeigersinn“ bewegt, dann handelt es sich nicht um eine Notlösung im
Rahmen einer Pfusch-Restaurierung – aus irgendeinem Grund wechselte
Rolls-Royce spät im Jahr 1964 zu Nemag als neuem Zulieferer für Tachometer
und die ab dann gebauten Silver Cloud III (keineswegs nur die Ausführungen
mit langem Radstand wie gelegentlich behauptet!) wurden ausgestattet mit
Instrumenten. deren Nullstellung in der üblichen „7-Uhr-Position“ lagen
mit gegen den Uhrzeigersinn laufender Tacho-Nadel.
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Allen
Silver Cloud III gemeinsam war eine Servolenkung, die mit nochmals
verringertem Kraftaufwand bedient wurde. Die Unterstützung setzte bereits
ein wenn die aufzuwendende Kraft am Lenkrad bei etwa 0,25kp lag (vorher
ca. 0,5kp), was Parkmanöver erleichtern sollte. Erheblich mehr
Servounterstützung wurde bereitgestellt, wenn der Kraftaufwand die
Schwelle von ca. 2,5 kp überschritt (statt ca. 3,5 bis 4,5 kp). Etliche
Modifikationen steigerten die Leistung des bewährten V8-Motors mit 6.250
ccm Hubraum um etwa 7 %. Verantwortlich dafür waren vor allem SU-Vergaser
vom Typ HD8 mit größerem Durchlass und eine auf 9:1 erhöhte Verdichtung.
Anzumerken ist, dass die Verdichtung für bestimmte Exportmärkte, wo nicht
durchweg hochoktaniges Benzin verfügbar war, um die Jahreswende 1962/1963
zurückgenommen wurde auf 8:1. Im hier vorgestellten Auto findet sich ein
solcher Motor.

Die originale
Klimaanlage von OMC (bei US-Fahrzeugen okkupierte sie einen erheblichen
Teil des Kofferraums) ist bei diesem Fahrzeug gegen eine
moderne mit einer unter Umweltgesichtspunkten verträglichen Füllung
getauscht worden, die
so klein baut, dass sie außer Sicht hinter dem Armaturenbrett montiert
werden konnte. Auf nicht in allen Bereichen mit
Geschwindigkeitsbegrenzungen limitierten deutschen Autobahnen wird der
Wagen heute auf langen Touren mit höherem Tempo bewegt, als dies auf der
anderen Seite des Atlantik legal gewesen wäre.

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