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Rolls-Royce Phantom II & Phantom III

 

Auto des Monats - März 2001
Rolls-Royce Phantom III, 1936 #3AZ236
Sedanca de Ville von H.J. Mulliner


Rolls-Royce Phantom III

Die Designer des Karosseriebaubetriebs H.J. Mulliner, bei dem der Aufbau für diesen Rolls-Royce Phantom III in Auftrag gegeben worden war, bewiesen ein sicheres Gespür für Linienführung von harmonischer Eleganz. Das zeigt sich einmal mehr beim hier vorgestellten Automobil, dessen Aufbau als Sedanca de Ville ausgeführt wurde. Das Dachteil über den Vordersitzen besteht aus drei Teilen, ein Mittelpaneel kann als Schiebedach zurückgeschoben werden, zwei stabilisierende Tragelemente über den Seitenfenstern sind in Scharnieren gelagert und lassen sich zurückklappen, so dass alle Teile der vorderen Dachpartition in einem dafür vorgesehenen Fach verstaut werden können.

Alle Komponenten der Karosserie, nicht allein die aufwendige Dachkonstruktion, zeigen Sorgfalt bis ins kleinste Detail. Insofern besteht kein Unterschied zwischen der Firmenphilosophie bei H.J. Mulliner und der bei Rolls-Royce, denn die überragende Qualität, Basis für den Erfolg des Autobauers, war Resultat des stetigen Bemühens, nicht einmal in Randbereichen Kompromisse einzugehen, sondern ausnahmslos nur das Beste zu akzeptieren. Beim Rolls-Royce Phantom III sorgte ein Leichtmetall-Motor mit 7,4 Litern Hubraum verteilt auf 12 Zylinder in V-Anordnung für den Vortrieb. Eingeflossen in diesen Motor waren all die Erkenntnisse, die das Werk gewonnen hatte bei der Produktion von Hochleistungs-Flugzeugmotoren. - Und hier ist gewiß angebracht, auf den gelegentlich erhobenen Vorwurf zu antworten, gerade die V12-Motoren des Rolls-Royce Phantom III seien problematisch und unerhört teuer, wenn Reparaturen fällig würden. Vor allem hängt der Aufwand für die Instandsetzung eines fast 70 Jahre alten Motors davon ab, wie das Aggregat behandelt worden ist und wie sorgfältig Wartungsarbeiten in der Vergangenheit ausgeführt wurden. - Vom Finanzvolumen her unterscheidet sich der Aufwand von etlichen zehntausend DM für eine umfassende Motorenrevision bei einem Phantom III V12-Motor nicht nennenswert von dem, was zu investieren ist, wenn man den 6-Zylindermotor eines Phantom II oder Phantom I sorgsam überholen lässt...

 

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Indessen lässt sich für den hier gezeigten Rolls-Royce Phantom III mit der Chassis-Nummer 3AZ236 konstatieren, dass er in technischer Hinsicht in absolut perfektem Zustand ist - selbst lange Touren bei Sommerwetter quittiert die Kühlwassertemperatur-Anzeige im Instrumentenbrett mit einem Wert, der hinsichtlich des thermischen Wohlbefindens der Maschine keinen Zweifel aufkommen lässt. Gangwechsel erinnern an den Spruch "ein heißes Messer durch weiche Butter führen" weil weder Kupplung noch Getriebe irgendwelche Schwachstellen zeigen. In Verbindung mit einer spurtreuen Lenkung, kraftvollen Bremsen und überaus komfortabler Federung rollt hier ein feines Beispiel für "Rolls-Royce, das beste Auto der Welt".

Bleibt als einziges erwähnenswertes Manko des Automobils, dass nie irgendwo in all den vielen Büchern, die sich mit der Marke Rolls-Royce beschäftigten, auch nur eine Abbildung dieses eindrucksvollen Rolls-Royce Phantom III zu finden war. Seit im Februar 2001 das (höchst empfehlenswerte!) neue Buch „The Rolls-Royce Phantom II & Phantom III“ in der Serie „Complete Classics“ veröffentlicht wurde, ist auch das kein Thema mehr. Ein Farbbild von #3AZ236 ziert den Rückumschlag der Neuerscheinung.

 


Rolls-Royce Phantom III
 

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