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Auto
des Monats - März 2002
Rolls-Royce Phantom I
Open Tourer von Windovers, 1926, #6YC
 Den
Rajah von Nanpara listen die Unterlagen von Rolls-Royce als Auftraggeber
für diesen Phantom I. Mit der Aufgabe, eine Karosserie zu entwerfen und
zu fertigen, beauftragte Seine Hoheit den Karosseriebaubetrieb Windovers.
Für dieses Unternehmen stellte sich damit zum wiederholten Mal die
Herausforderung, einen Automobil zu schaffen, bei dem die Perfektion eines
Rolls-Royce abzustimmen war auf die orientalische Prachtliebe indischer
Fürsten. Denn Windovers genoss einen ausgezeichneten Ruf in Kreisen der
herrschenden Familien auf dem indischen Subkontinent.
Das Unternehmen bestand bereits seit 1796, stammte also im wahrsten
Sinn des Wortes aus der Kutschen-Ära. Die Umstellung, Karosserien für
Automobile zu schaffen, gelang so erfolgreich, dass Windovers in den
frühen 20er Jahren eine Karrosseriebauwerkstatt in Colindale bei London
einrichtete. Dort entstand auch der Aufbau aus spiegelblank polierten
Aluminiumblechen für diesen Phantom I.
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Die
scharfkantig abgesetzte Gürtellinie stellt ein Bravourstück
handwerklicher Kunstfertigkeit dar, weil es problematisch ist, Blech in eine
solche Form zu treiben, ohne dass ein Riss auftritt und die Arbeit
ruiniert. Bemerkenswert zudem das Fehlen außen angebrachter Türgriffe. -
Zweifelhaft, ob das als Indiz zu deuten ist, dass bei allem Hang zu
orientalischer Prachtentfaltung ein Zeichen für Bescheidenheit gesetzt
werden sollte.
Heute
genießt der Wagen die Pflege durch einen engagierten Enthusiasten. Er
gehört zur Sammlung von Hans-Günter Zach (siehe auch www.rolls-royce-sammlung.de.
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