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Die "Autos des Monats"

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Auto des Monats -März 2010
Rolls-Royce 25/30 H.P., 1936, #GUL3
Cabriolet
Die Bezeichnung als Cabriolet würde im englischen Sprachraum als unkorrekt
angesehen, weil der Begriff dort eingegrenzt ist auf ein viertürige
Karosserie mit Klappverdeck und Seitenscheiben in Form von Kurbelfenstern.
Falls die Türen bei einem offenen 4-Türer nur Aufnahmen für Steckscheiben
aufweisen, wird die Bezeichnung ‚Open Tourer’ gewählt; beim 2-Türer läge man
mit der Bezeichnung Roadster nicht falsch. Falls hingegen wie in diesem Fall
ein 2-Türer ein Klappverdeck aufweist und die Seitenscheiben sich mittels
Kurbeln betätigen lassen, dann sprechen unsere Vettern auf der Insel von
einem Drophead Coupé.

Bei dieser speziellen Karosserievariante mag man sogar die Angabe 3-Pos-dhc
zu entschlüsseln haben. Die Abkürzung steht für 3-Position Drophead Coupe
und erläutert, dass sich das Verdeck in 3 Stellungen arretieren lässt:
komplett geschlossen oder komplett abgeklappt sowie als 3. Variante mit dem
Dachteil nur über den vorderen Sitzen geöffnet. Ein exakter Nachweis,
welcher Karosseriebauer dieses Blechkleid geschaffen hat, war bis dato nicht
möglich. Fest steht, dass es sich um den dritten Wagen aus der Modellserie
Rolls-Royce 25/30 H.P. handelt und dass die Auslieferung im April 1936 an den Karosseriebau-Betrieb Thrupp & Maberly
erfolgte. Dort erhielt der
Wagen eine Karosserie als 4-türige Limousine nach Design-Nummer TC.1015/G –
und die lässt sich als in der Linienführung recht konventionelle Limousine
klassifizieren. Obwohl der betreffende Aufbau nicht mehr existiert und keine
Fotos aus dem frühen Leben dieses Rolls-Royce 25/30 H.P. vorliegen, ist die
Feststellung zulässig, denn nach exakt diesem Design TC.1015/G entstanden
etliche Rolls-Royce 25/30 H.P. Sogar der Prototyp für diese Modellreihe war
bei Thrupp & Maberly entsprechend karossiert worden und ein Mono-Foto von
#22-G-V ist vorhanden.

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Es war auch eine „Herztransplantation“ erfolgt, denn als Antrieb ist der
Motor mit der Nummer G26W eingesetzt
worden, der aus dem 25/30 H.P. mit
Chassis-Nummer #GTL59 stammte. Allem Anschein nach war letzterer zerlegt
worden, eventuell wurde sogar verschrottet, was man für nicht mehr brauchbar
gehalten hat, denn zu dem #GTL59 stammt ein letzter Hinweis aus dem Jahr
1951. Dem Protoypen #22-G-V war auch kein viel längeres Leben beschieden,
denn der ging im Jahr 1955 auf den Schrott. Da hat es das Schicksal mit
#GUL3 deutlich besser gemeint, denn es wird wohl kaum Widerspruch geben zu
dem Kommentar, dass dieser Rolls-Royce 25/30 H.P. mit der neuen Karosserie
eine sehr attraktive Aufwertung erfahren hat?

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