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Auto
des Monats - Mai 2001
Bentley R, 1954, #B77WG,
Sports Saloon

Als 1980 eine Tour zu den Schlössern im Loire-Tal (F) unternommen wurde,
präsentierte sich der R-Typ zweifarbig abgesetzt entsprechend dem Schema
wie üblicherweise ab Werk lackiert.
Das
erste Modell, den Bentley Motors (1931) Ltd. nach dem II. Weltkrieg anbot,
war der Bentley Mark VI. Dieses Modell zeigte eine deutliche Abkehr vom
früheren Brauch, ein Fahrgestell mit Motor zur Auslieferung zu bringen,
damit der Kunde nach seiner Wahl bei einem Karossier das Blechkleid
schneidern ließ (obwohl optional auch die Möglichkeit blieb, nur Chassis
und Motor zu ordern). 1952 wurde der Bentley R vorgestellt mit einer nach
Entwurf des neuen Chefdesigners J.P. Blatchley überarbeiteten Karosserie.
Die bot einen größeren Kofferraum mit einteiligem Deckel, Basis der
Veränderung war ein im Heckbereich um gut 20 cm verlängerter Rahmen.
Obwohl die Veränderung nur einen Teilbereich des Aufbaus betraf, fand das
neue Design viel Beifall. Gegenüber dem Bentley Mark VI bot es praktische
Vorteile - und nach häufig geäußerter Beurteilung erscheinen die Linien
des R-Type als harmonischer.

Auf der Corniche oberhalb von Monaco bei einem Urlaub an der Cote d'Azur.
Weder die Steigungen bei Paßfahrten in den österreichischen Alpen noch
die Wetterbedingungen beeindruckten den Bentley.
Ein Besuch des Hradschin, des Schlosses in Prag brachte den Bentley auf die Titelseite einer tschechischen Automobil-Zeitung.
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Nicht nur ein höchst empfehlenswertes Ziel, wenn man mit einem Bentley anreist: das Castello di Roncade in der Nähe Venedigs (I) bietet auch die
Möglichkeit, dort Aufenthalt zu nehmen.
(Tel.: +39 - 0422 -708736, Fax: +39 -0422 - 840964)
Was das hier gezeigte „Auto des Monats“ betrifft,
sind Äußerlichkeiten indessen von nachgeordnetem Interesse - außer dass
3 verschiedene Lackierungen in den letzten 25 Jahren den Wagen zierten.
Als bemerkenswerter unterstreicht der Eigentümer, dass dies ein
fabelhaftes Automobil ist, um Langstreckentouren kreuz und quer durch
Europa zu unternehmen. Unter allen Fahrbedingungen überzeugt die
Mühelosigkeit der Handhabung. Damit einhergehend die Gewissheit, dass ein
tadellos gewarteter Bentley R stets problemlos am Ziel ankommt - und für
ebenso pünktliche Heimkehr sorgt. Es zeichnet den Wagen aus, dass keine
Abstriche notwendig wurden, obwohl der Tachometerstand („Mileage“
nennen das die Vettern auf der britischen Insel) mittlerweile 500.000
Meilen ausweist, mithin mehr als 800.000 Kilometer. Unter der Haube
arbeitet noch der 1. Motor und dessen Kraft setzt das Automatikgetriebe
um, wie es ab Werk eingebaut worden war. „Modernisierungen“
beschränkten sich auf den Einbau von Warnblinkanlage und
Sicherheitsgurten sowie Umrüstung auf Gürtelreifen. Darüber hinaus gibt
es einen CD-Player mit Radio, weil das Original-Radio zwar jede Störung
irgendwo im Britischen Empire empfing, aber keine Verkehrs-Nachrichten...
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