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1998
Die "Autos des Monats"
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Auto des Monats - Mai 98
Rolls-Royce Silver Wraith 1947, #WTA72,
Sedanca de Ville von H.J. Mulliner
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Dieser Rolls-Royce führt einen Dornröschenschlaf. Obwohl auf Dauer
zugelassen, wird er höchst selten benutzt und während der vergangenen 20
Jahre hat das Tachometer-Zählwerk um weniger als 1.000 Meilen zugenommen.
Nicht nur H.J. Mulliner hatte nach dem II. Weltkrieg einen Neustart vor
sich, sondern das traf genauso zu für Rolls-Royce als
Automobilproduzenten. H.J. Mulliner's erstes Design nach Kriegsende war
ein Sedanca de Ville mit der Design-Nr. 7019. Tatsächlich war dies die
Karosserie, die der erste überhaupt fertiggestellte Rolls-Royce Silver
Wraith bekam, der Wagen mit der Chassis-Nr. #WTA1.
Der
Silver Wraith wurde angetrieben von einem Sechszylinder- Reihenmotor, der
in ein solides Leiterrahmen-Chassis eingesetzt war. Der Hubraum betrug 4
¼ Liter und war damit identisch mit dem des Rolls-Royce Wraith
aus der Vorkriegszeit. Indessen handelte es sich um eine grundlegende
Neuentwicklung, die nicht auf die Antriebseinheit des Wraith zurückgeführt
werden konnte, sondern abstammte vom B60-Motor aus der Serie von
Aggregaten, die Rolls-Royce für militärischen und kommerziellen Einsatz
produziert hatte als B40-, B60 und B80-Motoren mit der charakteristischen
Auslegung von im Zylinderkopf angeordneten Einlaßventilen und seitlich im
Motorblock stehenden Auslaßventilen (i.o.e. = inlet over exhaust).
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No
In H.J. Mulliner's Unterlagen (Body Books) sind nicht als 13 Aufbauten
nach Design Nr. 7019 gelistet. Der hier gezeigte Wagen trägt den letzten
Aufbau; es ist der Aufbau mit der Nummer 4671 auf Chassis Nr. WTA72. Der
Katalog von Rolls-Royce (Original-Exemplare gehören zum Bestand des Roßfeldt-Archivs)
informierte: „Die Prinzipien, die dem Bau von Rolls-Royce Automobilen
zugrundeliegen, sind unverändert.“
Diese
Aussage galt auch für die Preisgestaltung. Zu seiner Zeit kostete der
Silver Wraith als Chassis mit Motor (es gab keinen mit Werkskarosserie)
etwa £ 2.000; komplettiert mit einem Aufbau als Sedanca de Ville von H.J.
Mulliner kletterte der Preis auf etwas weniger als £ 4000. Im Vereinigten
Königreich hätte nicht einmal die Investition eines solchen - nach
damaligem Kaufkraft-Gegenwert gewaltigen! - Betrages ausgereicht, um
Eigner eines neuen Rolls-Royce Silver Wraith zu werden. Dort mußte nämlich
noch eine Luxus-Steuer in geradezu prohibitiver Höhe aufgeschlagen
werden.
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Falls
die Größe des Kofferraums nicht ausreicht, läßt sich der
Kofferraumdeckel ausklappen, um als zusätzlicher Gepäckträger zu
dienen. Ein Rolladen schützt den Inhalt des normalen Gepäckabteils.
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