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Die "Autos
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Bentley T2 in diesem Buch:

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Auto des Monats - November 2009
Bentley T2

Der Prospekt für den Modelljahrgang 1978 zeigt auf der Umschlaginnenseite
einen Bentley T2 in London vor den Schaufenstern einer Manufaktur
für feine Lederprodukte geparkt. Da wird es akzeptabel sein, hier einen
Bentley T2
abzubilden vor Schaufenstern, die denjenigen unter unseren Lesern, die
gelegentlich ihre Kreditkarte in Geschäften an der Place Vendome in Paris
über die Theke reichen, vertraut sein dürften. In besagter Broschüre war der
Bentley T2 beschrieben als "eine bestechende, vornehme Reiselimousine der
klassischen europäischen Tradition".

In
jedem Fall war der Bentley T2 eine gute Wahl für Shopping-Touren. Wie den
Angaben aus dem beigefügten Tableau zu entnehmen ist, bot er zusätzlich zu
opulenten Innenraum-Abmessungen auch einen großzügig dimensionierten
Kofferraum. Selbst wenn nach einem ausgedehnten Einkaufsbummel eine Vielzahl
von Taschen und Tüten sowie womöglich der eine oder andere Kasten oder
Karton von erheblichem Gewicht zu verstauen waren – der Bentley T2 blieb
"auf ebenem Kiel". Dies war eine Aufgabe, die von der Hydropneumatik
erledigt wurde, die außer der Bremsanlage auch die automatische
Niveauregulierung mit Druck versorgte. Ein besonderes Merkmal war, dass
dabei im Stand (weil dann Passagiere zustiegen oder Gepäck bzw. Einkäufe
geladen wurden) die Rate dreimal so hoch lag wie während der Fahrt (wenn
vorwiegend auf die Entleerung des Benzintanks zu reagieren war).
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So wie zu Zeiten , als er neu gewesen ist, fügt sich ein Bentley T2 auch
heutzutage noch stimmig in die noble Umgebung ein. Damit werden in gewisser
Weise die in den 70ern bei Rolls-Royce und Bentley verantwortlichen
Marketing-Manager widerlegt. Denn deren Bestreben zielte darauf, der Marke
Bentley über die Zeit weniger eigenständiges Profil zu geben und sich
zunehmend auf die damals im gleichen Werk in Crewe beheimatete Marke
Rolls-Royce zu konzentrieren. Ein Indiz für derlei Vernachlässigung zeigt
sich im Katalog zu Bentley-Automobilen, wo nicht einmal durchweg die
korrekte Modellbezeichnung Bentley T2 verwendet worden ist. Ebenso fehlen
Fotos, die das Armaturenbrett oder den Motorraum zeigen. Kein Wunder, denn
nach Öffnen der Motorhaube fiel auf, dass auf den Ventildeckeln der
Schriftzug „Rolls-Royce“ eingeprägt war und den Tachometer zierte statt
eines Bentley-Emblems das RR-Logo.
Weil Bentley so konsequent als ‘Nebenlinie’ behandelt wurde, ist es kein
Wunder, dass über den Produktionszeitraum von 1977 bis 1980 insgesamt keine
600 Bentley T2 geordert worden sind. Es mag deshalb nicht verwundern, wenn
ein in der Wolle gefärbter Enthusiast, falls er an der Place Vendome eines
Bentley T2 ansichtig wird, mehr Herzklopfen verspürt als beim Blick auf den
Betrag, mit dem die Frau an seiner Seite just in einem der dort ansässigen
Geschäfte die Kreditkarte hat belasten lassen.

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