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Bentley Mulsanne in diesem Buch:

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Auto des Monats - Oktober 2009
Bentley Mulsanne, 1988, #HCX21273

Im Werk waren die Modelle, die im Jahr 1980 ihr Debüt gaben, während der
Entwicklungsphase als „SZ-series“ geführt worden. Entsprechend den bei
Bentley üblichen Gepflogenheiten stand, nachdem es bisher den
Bentley T2, zuvor den Bentley T1
und länger zurückliegend S-series und
R gegeben hatte, zu erwarten, dass auch der Neuling
mit einem Buchstaben im System folgen würde; allenfalls mit einer
Buchstaben/Ziffern-Kombination bezeichnet. Da bildete die Ankündigung
durchaus eine Überraschung, dass die Wahl des Modellnamens
Bentley Mulsanne getroffen worden war. Die
Bezeichnung war einem Streckenabschnitt des Kurses von Le Mans entlehnt, wo
die Marke bei den legendären 24-Stunden-Rennen blendende Erfolge gefeiert
hatte; allerdings in den 20er Jahren und beim Übergang in die 30er.

Mit dem
Bentley Mulsanne legte sich der Hersteller nicht allein darauf fest, dass
auch die neue Modellgeneration einen Bentley einschließen würde sondern
setzte ein Zeichen, dass man für Fahrzeuge mit dem Winged B auf dem Kühler
Potential sah. – Das war keineswegs selbstverständlich angesichts des für
die vorhergehenden Jahre zu konstatierenden Interesses an der Pflege dieser
Marke. Denn mit solchem Verhalten hatte man die Verkaufsziffern auf ein
kritisch niedriges Niveau sacken lassen. Tatsächlich etablierte sich der
Bentley Mulsanne binnen kurzem deutlich eigenständiger neben den
Schwestermodellen Rolls-Royce Silver Spirit und Rolls-Royce Silver Spur als
das dem Vorgängermodell Bentley T2 zu attestieren war.
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Indessen ist es nur fair, darauf zu verweisen, dass schon zwei Jahre nach
Vorstellung des Bentley Mulsanne dessen „starker Bruder“, der
Bentley Mulsanne Turbo, auf den Markt kam und mit überragenden Fahrleistungen
glänzte. Von diesem Glanz strahlte ohne Zweifel auch einiges ab auf die
Variante ohne Turbolader. Die war attraktiv für solche Interessenten, die
wuchtiger Beschleunigung und hohem Spitzentempo weniger Gewicht beimaßen als
Komfort auf höchstem Niveau. Wobei durchaus Erwähnung verdient, dass der 6 ¾
Liter V8-Motor auch ohne Aufladung schon beachtlichen Vortrieb beistellte. –
Selbst bei den wegen stringenter Maßnahmen zur Abgas-Entgiftung deutlich
gedrosselten Bentley Mulsanne für den US-Markt mussten allenfalls
geringfügige Abstriche gemacht werden.
Nahezu 30 Jahre waren verstrichen, als der Modellname eine Wiederbelebung
erfuhr - denn bei der 2009 in Pebble Beach, USA, als zukünftiges
Flaggschiff-Modell des Autobauers aus Crewe vorgestellten 4-türigen
Limousine hatte man sich erneut für die Typ-Bezeichnung Bentley Mulsanne
entschieden.

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