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Die "Autos des Monats"
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Auto des Monats - Oktober 2010
Knox und
Rolls-Royce of America

Die Produktionsstätte für die in USA gebauten Rolls-Royce Silver Ghost und
Rolls-Royce Phantom I war in Springfield/Massachusetts (USA) ansässig. Dort
hatte es auch die von 1901 von Harry Knox gegründete Knox Automobile Co.
gegeben, die sich aus kleinen Anfängen mit einem Einzylinder-Automobil zu
einem Autowerk entwickelt hatte, wo Fahrzeuge mit 4-Zylinder- und
6-Zylinder-Motoren gebaut wurden, von denen etliche bei Sporteinsätzen
Erfolge errangen. Obwohl sich die Knox Autowerke auch auf dem LKW-Sektor
etablierten, unterlagen Sie im Konkurrenzkampf gegen die mit
Riesenstückzahlen operierenden Autobauer aus Detroit. Knox stellte 1922 den
Betrieb ein.

Zeitlich fiel dies zusammen mit einer wichtigen Entscheidung bei Rolls-Royce
of America. Dort beschloß man, die Rolls-Royce Custom Coachwork Organization
einzurichten. Man hatte realisiert, dass US-Kunden nach ihrem Kaufentscheid
unmittelbar fertig karossierte Rolls-Royce ausgeliefert bekommen wollten.
Amerikaner erschien die in England übliche Praxis, monatelang zu warten,
bevor ein als Chassis mit Motor ausgeliefertes Fahrzeug schließlich mit
einer Karosserie komplettiert war, als unzumutbar. Rolls-Royce of America
ließ folglich eine umfassende Palette von Aufbauten entwerfen und die wurden
exakt nach den vom Werk vorgegebenen Spezifikationen bei diversen
Karosseriebauern im Lohnauftrag gebaut. Damit verfügte Rolls-Royce of
America über eine ‚Coachworks Division’, die einerseits die zügige
Abwicklung von Kundenbestellungen erlaubte und andererseits auf die
Kompetenz etablierter Karossiers setzte. “
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– Und jetzt kommt der Begriff Knox ins Spiel. Superintendent der
Coachworks Division wurde nämlich Fred Doolittle, der vorher lange Jahre als
Superintendent bei der Knox Automobile Co. tätig gewesen war. Eingerichtet
wurde die Karosseriebau-Division in der Waltham Avenue Plant. Das war just
jene Anlage, die vorher von der Knox Automobile Co. genutzt worden war.
Neben dem Führungspersonal wurde von der Rolls-Royce Custom Coachwork
Organization eine ganze Anzahl der erfahrenen Handwerker übernommen, die
vorher bei Knox auf der Lohnliste gestanden hatten. Ein klein wenig Knox mag
deshalb in den mit Aufbauten von Rolls-Royce Custom Coachworks versehenen
Rolls-Royce vermutet werden.

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