Erfolg setzt sich aus vielen Facetten zusammen, zum Erfolg von
Rolls-Royce mag beigetragen haben, daß der Mythos gepflegt wurde, auch für
die Wünsche eine Lösung anzubieten, die etwas neben dem Zeitgeist
einzuordnen waren. Zu Anfang der sechziger Jahre galt das zwar nicht für
im Sonderauftrag gebaute Karosserien - für die das Werk ganz gewiß die
passende Basis bot, denn der Silver Cloud II wurde selbstverständlich
auch als Chassis mit Motor geliefert. Ganz gewiß war es aber nicht mehr
zeitgemäß, ausgerechnet einen Aufbau als Sedanca de Ville zu ordern,
denn die Zeiten, als der Chauffeur im Freien seiner Arbeit nachkam, während
die Herrschaften im Fond den Komfort eines geschlossenen Abteils genossen,
gehörten der Vergangenheit an.
Genau eine solche antiquierte Karosserie-Variante ließ sich indessen
Nubar Gulbenkian bauen, in der Regenbogenpresse gelegentlich als einer der
reichsten Männer der Welt bezeichnet. Er war bei Rolls-Royce ein
wohlbekannter Kunde - und ebenso wußte man um seine gelegentlich
exzentrischen Ideen.
Als
das Verlangen laut wurde, es dürfe im Innenraum kein sichtbares Holz
verarbeitet werden, wurden Armaturen- brett und Trennwand auf das sorgfältigste
mit Leder bespannt. Damit wurde auch der eigens eingesetzte Knopf, um eine
Pfeife ausklopfen zu können, überzogen.