|
Startseite
Bücher
Ausführliche
Informationen
Modelle
Alle Modelle
seit 1904
Highlights
Coachbuilder,
Special Cars...
Album
1998
Album 1999
Album 2000
Album 2001 Album 2002
Die "Autos des Monats"
Mehr
über Rolls-Royce in diesen Büchern:

|
|
Auto
des Monats - September 2004
Rolls-Royce Camargue, 1975, #JRH19671
Coupé von Mulliner Park Ward nach Design Pininfarina

Die Firma Rolls-Royce kam 1971 unter Zwangsverwaltung,
weil sich im Bereich Flugmotorenbau Probleme türmten, die für eine
eklatante finanzielle Schieflage sorgten. Wenngleich der Automobilbau als
profitables Segment separat weiterbetrieben wurde, war eine unmittelbare
Auswirkung dieser Entwicklung, dass die Markteinführung eines neuen
Modells verzögert wurde, denn die erst 1975 erfolgende Vorstellung des
Rolls-Royce Camargue hätte planmäßig zu einem
deutlich früheren Zeitpunkt erfolgen sollen.

Für das Styling verantwortlich zeichnete der italienische Designer
Pininfarina; der Camargue war das erste Serien-Modell in der
Nachkriegsperiode, dessen Formgebung einem externen Designer anvertraut
wurde. Pininfarina fand zu einer Formensprache, die das große Auto (länger
und breiter als der seit 1971 im Programm geführte
Rolls-Royce Corniche) sehr ausgewogen darstellte. Die Front dominiert
von Doppelscheinwerfern und einem dem klassischen Kühlergrill in sehr
breiter Version, dazu geringfügig in Fahrtrichtung geneigt. Die sehr
breiten Türen boten bequemen Zugang auch zu den Sitzen hinten; Passagiere
dort fanden, daß für sie kommod positioniert ein zweiter Türöffner
eingesetzt war.
|
| Seitenanfang |

Den Fahrer verwöhnte ein Armaturenbrett mit Stylingmerkmalen, das
Instrumenten aus dem Flugzeugbau entlehnt war. Erwähnenswert als
Besonderheit beim Rolls-Royce Camargue: Statt einer Anzeige für
Kühlwassertemperatur gab es lediglich eine Warnleuchte. Der Hersteller gab
subtile Hinweise – von der Preisgestaltung bis zur Ausstattung – daß der
Camargue als Auto für den selbstfahrenden Eigner an der Spitze der
Modellhierarchie angesetzt war. Die Position hatte bis dato der für
Chauffeurbetrieb vorgesehene Rolls-Royce Phantom VI
innegehabt.

Für den einen
wie den anderen zeigte sich indessen, daß die – vor allem durch den
‚Ölschock’ zu Anfang der 70er Jahre – veränderten wirtschaftlichen
Gegebenheiten bei den Kunden zur Orientierung an neuen Parametern geführt
hatten. Mit einer Stückzahl von knapp mehr als 500 Exemplaren über einen
Produktionszeitraum von 10 Jahren blieb der Rolls-Royce Camargue ein
überaus exklusives Automobil. Im Rückblick über zwei oder gar drei Dekaden
resultiert daraus der enorme Vorteil, daß diejenigen, die sich das
Teuerste leisteten, was Rolls-Royce zu bieten hatte, auch bei Pflege und
Wartung mit keinen Aufwand scheuten, um gerade dieses Automobil in
perfektem Zustand zu erhalten. Folglich zeigen sich die gelegentlich
angebotenen Rolls-Royce Camargue heute nahezu durchweg in einem Zustand,
der einem Klassenunterschied zu den ‚mainstream models’ gleichkommt.
Dieser Rolls-Royce
Camargue wird derzeit zum Verkauf angeboten zu einem Preis von
39.800 EURO; Nachfragen bitte richten per
E-Mail an cmt-gmbh@gmx.de oder per Fax an +49 -
231- 416612.

|