|
Startseite
Bücher
Ausführliche
Informationen
Modelle
Alle Modelle
seit 1904
Highlights
Coachbuilder,
Special Cars...
Album 1998
Album 1999
Album 2000
Album 2001
Album 2002
Album 2003
Album 2004
Album 2005
Album 2006
Album 2007
Album 2008
Die "Autos des Monats"
Mehr über Rolls-Royce
in diesen Büchern:

|
|
Auto des Monats - September 2009
Rolls-Royce Silver Shadow I, 1969, #CRH7760
Coupé von H.J. Mulliner, Park Ward

Die Ansicht ist weit verbreitet, dass die im Frühjahr 1966 vorgestellte
zweitürige Variante auf Basis Rolls-Royce Silver Shadow mit einigem
zeitlichen Verzug entwickelt worden sei. Indessen hatte diese Modellversion
ihren Ursprung in einer Studie, die von William Allen, der zum Team von
Chefdesigner John P. Blatchley gehörte, bereits 1964 geschaffen worden war –
also bereits bevor der viertürige Rolls-Royce Silver Shadow der
Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Es ist aber zutreffend, dass die
Auslieferungen des Rolls-Royce Silver Shadow als Zweitürer erst deutlich
später einsetzten als die der Viertürer. Diese bei H.J. Mulliner, Park Ward
als Sonderkarosserie – gefertigt mit hohem Anteil an Handarbeit –
geschaffenen Automobile waren zudem mit deutlich höherem Preis abgesetzt und
nicht zuletzt blieb es bei einer überschaubaren Fertigungsrate.

In Hinsicht auf diesen Wagen mit der Chassis-Nummer #CRH7760 läßt sich
feststellen, dass die Fertigung in die im dritten Quartal 1969 entstandene
Bauserie zu datieren ist. Er gehört zu den ersten, die ab Werk mit einer
Edelstahl-Auspuffanlage versehen waren. Generell umgestellt hatte
Rolls-Royce auch für rechtsgelenkten Automobile auf die 3-Gang-Automatik
‚GM400’ von General Motors; in der Anfangsphase war bei Rechtslenkern noch
die frühere ‚Hydramatic’ mit 4 Schaltstufen verbaut worden. Erwähnenswert
auch, dass die Servolenkung von Saginaw, gelegentlich kritisiert wegen ihres
"schwammigem Lenkgefühls" durch eine präziser ansprechende Lenkhilfe ersetzt
worden war.

|
|
Seitenanfang |
|
Eine exakte Festlegung zu treffen in Hinsicht auf die Stückzahl, die von
dieser Variante gebaut wurde, ist nicht ohne weiteres möglich. Denn bereits
als das, was an Werksdokumenten noch verfügbar war, vor vielen Jahren in die
Obhut des Rolls-Royce Enthusiasts' Club gegeben worden ist, fehlten
Unterlagen zu vielen Automobilen der Modellreihe Rolls-Royce Silver Shadow.
Teils handelte es sich um komplette Serien von mal 20, mal 25 Sätzen
„Chassis Card Details“. Diese erheblichen Lücken hindern, basierend auf
Original-Unterlagen präzise Zahlen anzugeben. Zu den bei Mulliner Park Ward
gebauten Rolls-Royce Two Door Saloon hat Malcolm Bobbitt ermittelt, es seien
199 Exemplare mit Linkslenkung und 369 Rechtslenker gebaut worden (Malcolm Bobbitt: Rolls-Royce Silver Shadow, Bentley T-Series, Camargue & Corniche).
Da mag es umso erfreulicher sein, das die T.S.D. = Technical Service
Documents zu diesem Modell in vollem Umfang verfügbar sind. Das gilt nicht
allein für die Werkstatt-Handbücher und die Teile-Kataloge, die vornehmlich
von Interesse sind für Werkstätten, die Service- oder Reparaturarbeiten an
diesen Automobilen ausführen. Vielmehr gibt es auch die
Bedienungsanleitungen in verschiedenen Sprachen. So gibt es neben dem "Fahrerhandbuch, deutsch" (das auch die Übersetzungen in spanischer und in
italienischer Sprache enthält) eigens für die Zweitürer den "Nachtrag für
Wagen mit Sonderkarosserie" (das in deutsch, in spanisch, in italienisch
sowie in französisch). Darin wird detailliert über die Eigenheiten
informiert, die beim Fahren wie bei der Wartung der Zweitürer zu beachten
sind. Bei Interesse senden Sie bitte eine Anfrage an
mail@rrab.de.

|